Die richtige Baufinanzierung finden

Grundstücke sind teuer. Eine Immobilie zu bauen ist häufig noch wesentlich teurer und darüber hinaus ein langwieriger Prozess. Unabhängig, ob Privatpersonen, Unternehmen oder die öffentliche Hand als Bauherren auftreten, nur in den seltensten Fällen kann solch ein Vorhaben ohne fremde Mittel finanziert werden.

Die Bau- oder Immobilienfinanzierung dient also ausschließlich dem Bau, dem Erwerb oder der Sanierung von Bauwerken. Da es sich hierbei meist um großvolumige und langfristige Vorhaben handelt, bei denen doch so einige Besonderheiten zu beachten sind, verfügen die Banken über spezialisierte Abteilungen für die Baufinanzierung. Es gibt sogar Kreditinstitute wie Bausparkassen oder spezialisierte Banken und Versicherungen, welche sich ausschließlich auf die Baufinanzierung konzentrieren.

Bei der Immobilienfinanzierung sind lange Laufzeiten notwendig

Der Immobilienkredit kennzeichnet sich insbesondere durch ihre Langfristigkeit und durch das hohe Volumen. Insbesondere private Baufinanzierer verpflichten sich oft über einen Zeitraum von 20 oder 30 Jahren für die Verbindlichkeiten, welche aus dem Bau oder Erwerb ihres Eigenheims resultieren.

Ein so langer Zeitraum ist auch für Banken hinsichtlich der Zinsentwicklung nicht zu überschauen, so dass die zugrunde liegenden Kredite und insbesondere die Zinsbindung kurzfristiger gestaltet sind. Oft kann man eine Dreiteilung der Finanzierung beobachten. Bei einem Hypothekendarlehen Vergleich auf finanzberatung-versicherungsvergleich.de sollte man auch eine Tilgungsoption für Sondertilgungen berücksichtigen, denn dies kann manchmal sehr nützlich sein.

Bereitstellungsfinanzierung: Ist ein Bau geplant, aber der Zeitpunkt zur Zahlung der 1. Rate noch innerhalb eine gewissen Rahmens ungewiss, so stellt das Kreditinstitut die zu zahlenden Mittel bereit, zahlt sie aber erst aus, wenn die Mittel freigegeben werden. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der 1. Bauabschnitt fertig gestellt wurde. Allein für die Bereitstellung der Gelder, auch wenn sie noch nicht ausbezahlt werden, verlangt die Bank schon eine Gebühr und Zinsen, da sie die Gelder nicht anderweitig gewinnbringend verleihen kann.

Die eigentliche Baufinanzierung

Es gibt eine Vielzahl von Ausgestaltungsmöglichkeiten von Baufinanzierungen. Üblich sind Annuitätendarlehen, bei denen Zins und Tilgung in einer Rate zusammengefasst sind. Im Zeitablauf steigt der Tilgungsanteil zu Lasten des Zinsanteils und idealer weise ist die Schuld am Ende der Laufzeit getilgt.

Eine weitere häufig beobachtete Variante ist das endfällige Darlehen. Hier zahlt der Kreditnehmer nur die Zinsen für das Darlehen und die Schuldenlast bleibt in ihrer Substanz bestehen. Am Ende der Laufzeit soll dann das Darlehen zum Beispiel durch eine fällige Lebensversicherung getilgt werden.

Anschlussfinanzierung: In aller Regel gehen Banken eine Zinsbindung nur für maximal 10 Jahre ein. Gerade private Kreditnehmer schaffen es aber nicht, in einem solch kurzen Zeitraum eine Immobilie vollständig abzubezahlen. Wenn in der Vergangenheit die Geschäftsbeziehung zwischen Kreditnehmer und Kreditinstitute unproblematisch verlaufen ist, wird die Bank nach Ablauf der Zinsbindungsfrist eine neue Baufinanzierung zu gegebenenfalls geänderten Konditionen anbieten.

Dies ist auch praktisch, da in diesem Fall die Kreditablösung und Bereitstellung von Sicherheiten nicht neu verhandelt werden muss. Die Finanzierung von bereits laufenden Projekten ist aber auch für andere Kreditinstitute interessant, das der Kreditnehmer in der Vergangenheit seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt hat.

Dies ist eine gute Verhandlungsposition für den Kreditnehmer, um die Konditionen für die Anschlussfinanzierung zu vergleichen.